Der historische Stadtteil Vydrica im Zentrum von Bratislava blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Einst ein bedeutender Handelsplatz im Mittelalter, siedelte sich im 18. Jahrhundert das Rotlichtmilieu an, bis die meisten Häuser in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts schließlich abgerissen wurden. Nach dem EU-Beitritt 2004 rückte das Gebiet wieder in den Fokus der Stadtentwickler und Investoren.
Der Mensch als Maßstab der Gestaltung
Heute entsteht am Fuße des Burgbergs nach dem Masterplan von Compass Architekti ein neuer Stadtteil, der auf einem Human-Centered-Design-Ansatz basiert und dessen Planung fast zwei Jahrzehnte dauerte. Das gestalterische Leitbild folgt einer One-Skin-House-Idee mit monochrom erscheinenden Dächern und Fassaden in unterschiedlichen Texturen und Materialien. Insgesamt vier Hauptbaukörper erhielten 16 Fassadenvarianten, die mit dem historischen Gebäude-Ensemble der Altstadt korrespondieren. Die Fassadenoberflächen wechseln zwischen Klinker und Feinputz, deren erdige Farben – Oliv, Cremeweiß, Beige und Sand – mit den massiven Burgmauern harmonieren. Gepflasterte Wege mit Steinen aus dem nahegelegenen Steinbruch, einladende Plätze und ein naturfarben sandiger Grundton schaffen einen urbanen Raum mit menschlicher Note.
Über den monochromen Dächern der Stadt
PREFA verleiht dem neuen Quartier mit einer facettenreichen Dachlandschaft seinen schützenden Abschluss und vereint die unterschiedlichen Gebäudetypen in einem organischen Farbkanon. „Wir sind stolz auf die Dächer“, so Juraj Benetin und Matej Grébert, Gründer von Compass Architekti, in deren Händen die Verantwortung für die architektonische Entwicklung des Quartiers liegt. Um die Naturfarben des Viertels auch auf den Dachflächen harmonisch widerzuspiegeln, wurden PREFA Dachschindeln in den dezenten Farben P.10 Sandbraun, P.10 Prefaweiß und Bronze verarbeitet.
Präzision bis zum First
Ein Großprojekt wie Vydrica stellt höchste Anforderungen an die unterschiedlichen Gebäudehüllen, vom als Fußgängerzone geplanten Dach einer Tiefgarage bis zu den Dächern der Wohnbauten mit einer Gesamtfläche von insgesamt 1.500 Quadratmetern. Steile Neigungen, unterschiedliche Schindelfarben, schmale Abschnitte zwischen den Dachfenstern sowie komplexe Anschlussdetails an Traufen und Firstpunkten beeinflussten Planung und Montage, die in Summe eineinhalb Jahre dauerte. Eine Herausforderung, die wie geschaffen ist für das erfahrene Spengler-Team der Brüder Juraj und Peter Pekár, Tomáš Filo und ihre Firma Prvá Strechárska. Schließlich ist es ihr erklärtes Ziel, die erste Firma in der Slowakei zu sein, die jedes Dach technisch, gestalterisch und nachhaltig realisieren kann.
Materialwahl als Erfolgsfaktor
Ein Schlüssel zum Erfolg war nach einhelliger Meinung des erfahrenen Spengler-Teams die Materialwahl: In einem gemeinsamen Meeting mit allen Beteiligten brachten die Profis von Prvá Strechárska PREFA Dachschindeln mit. Juraj und Peter Pekár erklärten die Vorteile, Haptik und Verarbeitung. „Wenn Menschen etwas anfassen, begreifen sie es besser“, erinnert sich Tomáš Filo. Das überzeugte alle Projektbeteiligten endgültig von PREFA und begünstigte den reibungslosen Projektverlauf. Der erste Bauabschnitt des Großprojekts mit 63.000 Quadratmetern Bruttogeschoßfläche, 370 Wohnungen sowie Geschäfts- und Büroflächen ist bereits fertiggestellt.
Bilder zum Download
Material: PREFA Dachschindeln in P.10 Prefaweiß, P.10 Sandbraun, Bronze
Hier stehen weitere Bilder zum Download bereit.
Fotocredit: PREFA / Croce & Wir