Abhängigkeit vom Hubschrauber
„Das Haus ist in sich stimmig“, betont Thomas Heil, und Stephan Hoinkes ergänzt: „Das hätte auch optisch danebengehen können.“ Die Proportionen sind schwer abzuschätzen, da es keine Nachbarhäuser als Referenz gibt, sondern nur den Berg. Eine der besonderen Herausforderungen bei der Umsetzung dieses Objekts war die Abhängigkeit vom Hubschrauber, erzählen die Architekten. Heil und Hoinkes konnten die Bauherrn, die Sektion Austria des Alpenvereins, von ihrem Konzept bei einer Ausschreibung überzeugen. Ausschreibungen sind für hochalpine Bauten nicht unbedingt alltäglich. Aber die Sensibilität für Architektur ist auch in den Bergen in den letzten Jahren gewachsen, und so wird mehrfach dieser Weg gewählt. Ein spannender Moment war für die dreiplus Architekten die Sonderstellung, die eine derartige Hütte in den Bergen mit sich bringt. „An so einem besonderen Ort baut man nicht oft“, beschreibt Hoinkes die Verantwortung. Man soll so wenig wie möglich in die Natur eingreifen und das vorgegebene Budget einhalten. „Der Architekt ist nicht der Kostentreiber, wie er oftmals falsch gesehen wird. Er hilft dem Bauherrn, die Funktion umzusetzen“, unterstreicht Hoinkes, der dahingehend ein Umdenken fordert und sich ein neues Selbstverständnis wünscht. An diesem arbeiten die beiden Architekten.